Untergrundkontaminierung Donauchemie Brückl

Seitens des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft wurden im Wege der mittelbaren Bundesverwaltung durch den Landeshauptmann von Kärnten ergänzende Untersuchungen zur Ermittlung der Prioritätenklasse für die Altlast "K5 Donauchemie Brückl" laut §14 Abs. 3 ALSAG 1989 und zur Erfassung, Abschätzung und Bewertung der Verdachtsfläche "Kalkdeponie Brückl I/II" sowie ?"Kalkdeponie III" laut §13 Abs. 1 ALSAG 1989 veranlasst. Das Untersuchungsgebiet befindet sich südlich von Brückl, im Gebiet des Unteren Gurktales, im südlichen Bereich des Grundwasserschongebietes "Krappfeld". Etwa sechs Kilometer grundwasserstromabwärts beginnt das Grundwasserschongebiet "Klagenfurt-Ost". Aus hydrogeologischer Sicht liegt der Standort im Bereich des Grundwasserkörpers des Unteren Gurktales. Ziel der gesamten Untersuchungen war es, die Beurteilungsgrundlage für eine Gefährdungsabschätzung zu liefern.
 
Zur Erkundung der hydrogeologischen Untergrundverhältnisse und zur Erfassung der vertikalen und flächenhaften Ausdehnung der Kontaminierung im Abströmbereich des Werkes sowie im Bereich der Kalkdeponie I/II wurden insgesamt 36 Bohrungen bis in eine Maximaltiefe von ca. 100 m u.G. abgeteuft und als Grundwasserbeobachtungssonden DN 125 mm ausgebaut. Weiters wurde im Zuge der Abteufung der Bohrungen eine tiefenorientierte Qualitätsbeprobung des Aquifers durchgeführt, um eine Vertikalverteilung der Schadstoffbelastung zu erhalten.
 
 
Im Zeitraum November 1997 bis April 1999 wurden zur Erfassung der Grundwasserströmungsverhältnisse 13 simultane Grundwasserspiegelmessungen im vorhandenen Messnetz (ca. 75 Messstellen) durchgeführt und in Form von Schichtenplänen mit Einzugsgrenzen ausgewertet.

Außerdem erfolgte eine qualitative Grundwasserbeweissicherung in ca. 45 Messstellen an 4 Beprobungsterminen.
 
Die Gesamtuntersuchung wurde in 3 Zwischenberichten und einem umfassenden Endbericht mit ca. 40 Einlagen (Ausarbeitung im GIS und AutoCAD) dokumentiert.

 

Projektdaten

Projektleiter:    Dipl.-Ing. Florian Nöbauer
Partner
Bearbeitungszeitraum:    1995-1999
Auftraggeber:    Amt der Kärntner Landesregierung

 

Projektmitarbeiter

 

 
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